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Weltgebetstag

Stellungnahme vom Internationalen Büro des WGT

Das Internationale Weltgebetstagskomitee (WDPIC) fordert dringend einen sofortigen Waffenstillstand in Israel und Palästina, den Schutz von Zivilist*innen und die Freilassung von Geiseln. Wir sprechen uns auch gegen die Forderung aus, dass 1,1 Millionen Menschen den nördlichen Gazastreifen verlassen sollen, obwohl sie nirgendwo hingehen können und keinen Zugang zu humanitärer Hilfe haben.

Wir sind zutiefst erschüttert über die Gewalt und das Blutvergießen der vergangenen Woche, deren Opfer hauptsächlich Zivilist*innen sind. Angriffe auf Zivilist*innen und zivile Infrastruktur verstoßen gegen das humanitäre Völkerrecht und sind ein Affront gegen die grundlegenden Menschenrechte. 

Wir trauern mit allen, die geliebte Menschen verloren haben, und unsere Herzen sind bei allen, die weiterhin von Gewalt und Hass bedroht sind. Wir verurteilen die bösartigen Angriffe auf Zivilist*innen in Israel. Wir schreien auf gegen die Geiselnahme. Wir verurteilen die unerbittliche und wahllose Bombardierung des Gazastreifens und die Blockade von Lebensmitteln, Wasser und humanitärer Hilfe. Wir erheben unsere Stimme gegen die Anwendung von Kollektivstrafen gegen die Zivilbevölkerung. 

Die derzeitige Eskalation der Gewalt ist ebenfalls erschreckend. Wir hören Erklärungen, die von Hass und Rachegefühlen geprägt sind. Wir hören aber auch Stimmen, die zu Frieden und Gerechtigkeit aufrufen. Wir verstärken die Rufe nach einer sofortigen Beendigung der Gewalt, und trotz der verheerenden Realitäten glauben wir immer noch, dass ein anderer Weg möglich ist.

Als christliche Frauengebetsbewegung schließen wir uns unseren Geschwistern aller Religionen an, insbesondere Jüd*innen und Muslim*innen. Wir warnen vor der Anwendung geschlechtsspezifischer Gewalt, die in Kriegszeiten nur allzu häufig vorkommt. Wir fordern den Schutz aller Kinder und stellen fest, dass die Hälfte der 2,2 Millionen Palästinenser*innen im Gazastreifen unter 18 Jahre alt ist. 

Wir sehnen uns nach dem Anbruch eines neuen Tages für die Völker Israels und Palästinas. Wir glauben, dass Gott immer am Werk ist und uns immer in Richtung Liebe, Gerechtigkeit und Frieden bewegt. Wir beten mit all unseren Geschwistern in Israel und Palästina für einen gerechten und dauerhaften Frieden. Wir hoffen, dass unsere weltweite Gemeinschaft, so gespalten sie auch sein mag, erkennen wird, dass wir alle miteinander verbunden sind und dass wir alle Verantwortung für die Umstände im Heiligen Land übernehmen müssen. Wir dürfen niemals unser Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Würde für alle in diesem Land lebenden Menschen aufgeben.

Am 1. März 2024 wird die weltweite ökumenische Gemeinschaft von Frauen, die den jährlichen Weltgebetstag feiern, einen von unseren Schwestern vom WDP Palästina geschriebenen Gottesdienst unter dem Thema "…durch das Band des Friedens" (Epheser 4,1-3) feiern. Dieses Programm ruft uns auf, einander in schwierigen Zeiten in Liebe zu stützen. Wie so oft beim Weltgebetstag wird ein Thema und ein Autorinnenkomitee, das Jahre im Voraus ausgewählt wird, in dem Jahr, in dem er gefeiert wird, zu einer aktuellen und tiefgreifenden Herausforderung.  

Der Weltgebetstag ist nicht nur ein einzelner Tag, und besonders in dieser Zeit der extremen Gewalt rufen wir zum Gebet auf, jetzt und in den kommenden Tagen. Es ist wichtig, das Unbehagen dieses Augenblicks zu ertragen, während wir auf die Schreie der Welt und den Ruf Gottes hören.

Übersetzung: Heidemarie Winkel





Das Schweigen über häusliche Gewalt brechen...

Wie kann ich Hilfe holen? Wie kann ich anderen zeigen, wo es professionelle Hilfe gibt?

 

Wenn du betroffen bist oder eine*n Betroffene*n kennst, hier ist die Nummer des Notfalltelefons für Betroffene: 
08000 116 016

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 
1234 123 123

Sofort-Chat: 89 89 89 89 89 (5x 89)

Frauen Notruf: 12 12 121 121

Männer Notruf: 4321 321 321

Und wenn du einen Platz in einem Frauenhaus suchst, ist hier die Website mit dem bundesweiten Suchportal: 
https:/https://www.frauenhaus-suche.de

 

Der Gottesdienst am Weltgebetstag ist jedes Jahr eine gute Gelegenheit, diese Infos weiterzugeben. 
Egal, welche Gruppe du vor dir hast - es sitzen immer Leute mit dabei, die entweder betroffen sind oder jemanden kennen.
Es macht auch Sinn, die Notrufnummern innen an den Kabinenwänden der Toiletten im Gemeindehaus auszuhängen.  

Auch in Palästina ist das Thema Häusliche Gewalt gravierend. 
Unsere Projektpartner*innen bei "Wings of Hope" in Bethlehem bieten Fortbildungen in Traumatherapie für Sozialarbeiter*innen, Lehrer*innen, Erzieher*innen, Menschen in Pflegeberufen uvm. an. 
Die tägliche Demütigung an den Check-Points im Westjordanland treffen Männer vor allem in ihrem Selbstbild als Vater oder (Ehe-) Mann, Bruder usw., weil sie ohnmächtig sind und ihre Liebsten nicht vor der Demütigung schützen können. Dies äußert sich dann u.U. in Gewaltausbrüchen zuhause, die eigentlich aus der Frustration oder einer Depression resultieren. 
Frauen erfahren besondere Ängste an den Checkpoints, wenn sie schwanger sind oder alleine unterwegs sind. Durch die traditionell patriarchal geprägte Gesellschaft werden Frauen und Mädchen intersektional diskriminiert. 

Wings of Hope ist eine unserer Partner*innenorganisationen in Palästina. Sie wurde in Dachau gegründet, um mit den Nachkommen von Holocaustüberlebenden Traumata zu bearbeiten. Später weiteten sie ihre Arbeit auf Kongo, Bosnien-Herzegowina und viele weitere Krisengebiete aus. Palästina ist ein wichtiger Standort ihrer Arbeit geworden, denn die Gesellschaft unter der Besatzung durch den Staat Israel leidet an einer fortwährenden Re-Traumatisierung. "Trauma is in the Air" - hier "liegt das Trauma in der Luft", so formulierte es die Kursleiterin bei unserem Besuch im März 2023. 
 

 


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Raumgebende Kirche

Es ist Platz!

Pat Parker, Movement in Black

Für die Weiße, die wissen will, wie sie meine Freundin sein kann ....

Unterrichtseinheit

Mit Jugendlichen beten – wie kann das gehen?

Occupyheaven

Booklet zur Kampagne #Occupyheaven auf den Sozialen Medien